e. Jahresbericht 2013

Jahresbericht

     in der Mitgliederversammlung am 6. 12. 2013 von
      Ernst Heinrichsohn

Liebe Weltbürgerinnen, liebe Weltbürger,

das zu Ende gehende Jahr 2013 brachte wieder furchtbare Leiden für unschuldige Menschen durch verantwortungsloses Handeln von Politikern und Hasspredigern. In Syrien hat der Bürgerkrieg schon über 100 000 Todesopfer gefordert. Von den 22 Millionen Syriern sind mehr als 2,5 Millionen, vor allem Christen und andere religiöse Minderheiten, in Nachbarländer geflohen und vertrieben worden. Weltweit gibt es 45 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. 

In Ägypten wollte der demokratisch gewählte moslemische Präsident Mursi nach der Entmachtung des Diktators Mubarak die auf den Koran beruhende Scharia  in die Lan-desverfassung bringen. Untreue Ehefrauen hätten dann wie in anderen moslemischen Ländern gesteinigt werden können. Oppositionelle demonstrierten gegen die Moslembrüder und plünderten ihre Zentrale in Kairo. Es entstanden Straßenkämpfe zwischen Moslembrüdern und Oppositionelle mit vielen Toten. Als auch Polizisten von Moslem-brüdern getötet wurden, löste der Übergangspräsident Mansur das moslemische Parlament auf und entließ den Präsidenten Mursi. Gegen diese Entscheidung protestierten zehntausende Anhänger des entlassenen Präsidenten Mursi. Die Zukunft der 80 Millionen Ägyptern ist unübersichtlich. Eine neue demokratische Verfassung, die klare Vorschriften über Verletzungen der Menschenrechte enthält, könnte die derzeitige wirtschaftliche Stagnation beenden, wenn diese Verfassung auch von der moslemischen Mehrheit akzeptiert wird. 

Im Irak vertreten die Bewohner des Landes die Ansicht, dass die Amerikaner durch die Invasion vor 10 Jahren ihr Land zerstört haben. Nach nur 21 Tagen hatten die USA-Truppen die Hauptstadt Bagdad erobert und mit geringen eigenen Verlusten den Tod von einer halben Million Irakern verursacht. Einen Kriegsgrund (versteckte Massenvernichtungswaffen) gab es nicht. Nach der Besetzung des Landes durch USA-Truppen versank das Land in Terror und Gewalt. Es herrschte Krieg zwischen Sunniten und Schiiten. Immer wieder wurde auch die USA Zielscheibe der Gewalt. Nicht Saddams ehemaligen Truppen wurden Gegner, sondern Bombenleger und Selbstmordattentäter. Während in Vietnam der Guerillakrieg die USA besiegte,  war es im Irak der Terror der Aufständischen. Nach dem Abzug der letzten USA-Kampftruppen im Dezember 2011 wurden die politisch und religiös motivierten Terroranschläge nicht beendet. Auch in diesem Jahr gab es mehr als 6000 Tote durch Terroranschläge. Im Oktober dieses Jahres explodierten im schiitischen Wohngebiet 10 Bomben an einem Tag. Die Terroranschläge sind so zahlreich geworden, dass viele gar nicht mehr veröffentlicht werden. Der Irak ist jetzt dreigeteilt in der halbautonomen Kurdenregion, in Schiitenprovinzen und in die dazwischen liegende Bevölkerungsminderheit der Sunniten. Der amtierende Minister-präsident Maliki regiert nicht viel anders als der frühere Diktator Saddam Hussein, jedoch mit Unterdrückung der sunnitischen Minderheit und Begünstigung der Schiiten. Bei Parlamentswahlen wählen die Kurden kurdische Parteien, die Schiiten schiitische Parteien und die Sunniten wählen Sunniten oder gehen gar nicht zur Wahl. Der USA-Krieg im Irak hat der Bevölkerung keine stabile Demokratie gebracht.

 In dem 2001 in Afghanistan begonnenen Krieg sind noch rund 87 000 Soldaten aus 50 Ländern im Einsatz. Die im Untergrund kämpfenden Taliban-Terroristen konnten nicht besiegt werden. Das Land mit 30 Millionen Einwohnern ist in dieser langen Besatzungs-zeit nicht sicher geworden. Die Taliban verübt Terroranschläge in Schulen und anderen staatlichen Einrichtungen. Die deutsche Botschaft in Kabul musste vor 6 Wochen wegen Terrorgefahr geschlossen werden. Die mit den Besatzungssoldaten zusammen arbeitenden Afghanen fürchten die Rache der Taliban nach dem Abzug der Be-satzungstruppen. Der Krieg hat der Bevölkerung keine friedliche Demokratie gebracht. Es besteht die Gefahr, dass Afghanistan nach dem Ende der Besatzungszeit wieder Rückzugsgebiet internationaler Terroristen wird. Auch der Kampf gegen Drogen und Kriminalität ist gescheitert. Ein Jahr vor dem Ende des Kampfeinsatzes ist die Anbaufläche für Schlafmohn so groß wie nie zuvor. Afghanistan liefert den Rohstoff für 80 Prozent der weltweiten kriminellen Opiumproduktion. 

Der Einfluss von Islamisten durch den Krieg in Afghanistan hat auch im Nachbarstaat Pakistan zugenommen. Von den 180 Millionen Einwohnern sind 5 Prozent Christen. Diese Minderheit ist Ziel islamistischer Anschläge. Ein Selbstmordattentäter tötete 85 Christen während des Gottesdienstes in der Kirche. Von Christen bewohnte Straßenzüge wurden niedergebrannt. Mit moslemischen Gesetzen sind Christen und andere Minderheiten wegen fadenscheiniger Anschuldigungen mit Gefängnis bestraft und auch zum Tode verurteil worden.

In 157 Ländern der Erde ist die Religionsfreiheit durch Gesetze eingeschränkt. Am stärksten betroffen sind Glaubensgemeinschaften im Mittleren Osten, in Nordafrika und in den autoritär regierten Ländern wie China und Birma. In dem von uns angestrebten demokratischen Weltstaat wäre Religionsfreiheit ein verfassungsrechtlich garantiertes Grundrecht.  Anders Gläubige dürften nicht wegen ihres Glaubens verfolgt und bestraft werden.

Bürgerkriege und Terroranschläge werden begünstigt durch Waffenlieferungen in Spannungsgebieten. Die Waffen gelangen über staatlich nicht kontrollierbare Grauzonen auch zu den Terroristen. Deutschland ist nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur und verursacht dadurch auch den Tod vieler Menschen. Der Handelspartner Saudi-Arabien kauft deutsche Waffen in Milliardenhöhe. Sie können in Straßenkämpfen gegen oppositionelle Bürger eingesetzt werden. In Saudi-Arabien ist die Scharia Verfassungsrecht. Die dort enthaltenen Strafen werden streng angewendet. Diebe können zur Amputation einer Hand verurteilt werden, im Wiederholungsfall kann sogar eine Hand und ein Bein amputiert werden. Frauen riskieren Auspeitschungen, wenn sie Auto fahren. In diesem Jahr wurde der beliebte Blogger Raif Badawi zu 600 Peitschenhiebe verurteilt, weil er Kritik am Regime übte. Diese Strafe ist grausamer als die Todesstrafe, da sie nach 100 Peitschenhieben schon tödlich sein kann. Nach Saudi-Arabien und anderen moslemischen Ländern sollte die Lieferung von Waffen schon wegen dieser grausamen Strafen der Scharia verboten werden.       

Durch die Verfolgung und Bestrafung religiöser Minderheiten in den moslemischen Ländern stieg auch die Zahl der Asylbewerber. Nach Deutschland kamen im Monat Juli dieses Jahres 9516 Asylbewerber. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresmo-nat. Auch die Zahl von Armutsflüchtlingen ist erheblich angestiegen. Sie finden in den Entwicklungsländern keine Beschäftigung und riskieren mit alten nicht seetauglichen überladenen Schiffen die Flucht über das Mittelmeer nach Italien. Die Zahl der Todesopfer durch untergegangne Schiffe wird auf 600 geschätzt. In Afrika soll sich die Bevölkerungszahl nach Schätzungen von Futurologen schon in wenigen Jahrzehnten verdoppeln. Es werden dann zehntausende Millionen Menschen verhungern müssen.

Die bisherige Entwicklungshilfe hat die Bevölkerungsexplosion nicht eingedämmt. In einem Fernsehinterview sagte ein moslemischer Empfänger von Entwicklungshilfe, er habe vorher nur eine Ehefrau mit 5 Kindern haben können, durch die Entwicklungshilfe habe er ein Geschäft kaufen, eine zweite Ehefrau heiraten und mit ihr noch 4 weitere Kinder bekommen können. Mit den erforschten Pilotprojekten der Vereinten Nationen könnte durch Familienplanung das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern beendet werden. Es würde den Industriestaaten nicht viel mehr als 5 Milliarden Dollar jährlich kosten. Doch die Industriestaaten geben vielfache Summen lieber für umweltschädliches Wirtschaftswachstum aus. So ein globales Problem lässt sich auch nur mit Gesetzen in einem demokratischen Weltstaat lösen.    

Deutschland hat nach zwei Weltkriegen ein Viertel des mit deutscher Bevölkerung bewohntes Land verloren. Es ist nun von friedlichen Nachbarstaaten umgeben, die nicht mehr an weiterem Landraub interessiert sind. Der neu gewählte Bundestag und die Koalitionsregierung sollten nun die Bundeswehr auf ein Viertel der Stärke verkleinern und diesem Viertel den Namen „Weltpolizei“ geben. Das wäre ein mutiger Schritt zur Bildung von Weltbürgerbewusstsein für eine  künftige staatliche Weltgemeinschaft. Deutschland würde Wegweiser des Friedens werden und viele Milliarden sinnlose Rüstungsausgaben einsparen. Die Medien würden diesen außergewöhnlichen Verzicht auf militärischer Macht weltweit bekannt machen und andere Staaten zum Nachahmen beeinflussen. Unsere Satzungsziele könnten dann auch noch bekannter werden. 

Im Bereich der Umweltzerstörungen hat das Jahr 2013 auch keine Fortschritte gebracht. Der Klimadialog in Berlin mit 35 Staaten kam im Mai dieses Jahres zu dem Ergebnis, dass die Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad auch dann nicht mehr erreicht werden könne, wenn die Industriestaaten ab sofort kein Kohlendioxyd (CO2) mehr ausstoßen würden. Trotz dieser Feststellung gab es keine Einigung über die Verringerung der CO2-Verschmutzung  der Atmosphäre. Ein Abkommen soll erst 2015 in der Klimakonferenz der UN in Paris angestrebt werden. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Klimakonferenzen in den vergangenen 30 Jahren wird es dann wohl auch wieder keinen wirksamen Vertrag zur Verringerung von Treibhausgasen geben. Ohne global geltende Weltgesetze kann die zunehmende Umweltzerstörung nicht beendet werden.  

Der Klimawandel hat in diesem Jahr viele Katastrophen verursacht. In Australien standen nach tagelangem Regen weite Gebiete an der Ostküste unter Wasser. Durch die Überschwemmungen mussten Tausende Menschen vor den Fluten fliehen und sich auf Dächern der Häuser vor dem Ertrinken retten. Wolkenbrüche und Stürme erschwerten die Rettung mit Hubschraubern. Es entstand großer Sachschaden.  

In Indien hat der unerwartet früh einsetzende Monsumregen geschätzte 10 000 Tote verursacht. Mehr als 100 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Fluten und Erdmassen hatten Straßen und Brücken fortgerissen und Häuser unter sich begraben. 

In Deutschland gab es im Juni dieses Jahres eine noch schlimmere Jahrhundertflut als im Jahr 2002. Besonders betroffen waren die Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Bayern. Der Hilfsfonds für Flutopfer betrug im Jahre 2002  6,5 Milliarden €, in diesem Jahr ist er höher als 8 Milliarden €. An der Infrastruktur, vor allem an Autobahnen und Schienennetzen, entstanden Schäden von rund 1,3 Milliarden €. Der Gesamtschaden ist höher als 11 Milliarden €. Die Donau und die Elbe hatten den höchsten gemessenen Wasserstand. Deiche brachen und in den Überschwemmungen starben Menschen, Haus- und Wildtiere. In Sachsen-Anhalt konnte ein gebrochener Deich an der Elbe mit 3 versenkten Schiffen geschlossen werden. Das Hochwasser überflutete und beschädigte viele Bahnstrecken. Eine ICE-Bahntrasse war erst nach einem halben Jahr vollständig repariert. Das Jahrhunderthochwasser war noch nicht abgeflossen, da richtete nach einer kurzen Hitzewelle mit über 40 Grad Celsius ein Orkan auf der Insel Lindau erheblichen Schaden an. Im Nordwesten wurden in Oldenburg, Cloppenburg, Wildeshausen und Ganderkessee durch Starkregen viele Straßen überflutet. Keller liefen voll Wassser. Es entstand  großer Sachschaden in privaten Häusern, Geschäften und öffentlichen Gebäuden. In Wilhelmshaven richtete ein Orkan großen Schaden an. Die gestern begonnene Sturm- und Flutkatastrophe an der Nordseeküste verläuft ähnlich wie die im Februar 1962, bei der in Hamburg 315 Menschen ertranken. Da in den vergangenen 51 Jahren die Deiche erhöht und verstärkt worden sind, wird es hoffentlich keine Todesopfer und geringere Sachschaden geben.

Im Südwesten Frankreichs ließen heftige Regenfälle und Schmelzwasser aus den Pyrenäen Flüsse über die Ufer treten. Menschen ertranken in den Fluten. Die Überschwemmung verursachte zudem erhebliche Sachschäden.

Die größte Katastrophe ereignete sich vor 4 Wochen auf den Philippinen. Sie wurde mit der Tsumami – Katastrophe 2004 im Indischen Ozean verglichen, bei der 230 000 Menschen starben. Monsterwellen spülten in der Provinzhauptstadt Tacloban Schiffe aufs Land. Mehr als 11 Millionen Menschen in 36 Provinzen des Inselstaates waren von dem Taifun und dem Monsumregen betroffen. Haushohe Wellen des Tsumamis  und Stürme machten aus Städten und Dörfern großflächige Trümmerfelder. Straßen waren nicht mehr befahrbar und Flugplätze standen unter Wasser. Überlebende starben, weil sie keine rechtzeitige Hilfe bekommen konnten. Es gab auch keine Telfon- und Internet-verbindungen mehr.

Solche furchtbaren Katastrophen werden weitgehend durch die zunehmende Erderwär-mung verursacht. Das ist heute herrschende Meinung der Umweltforscher. Der internationale UN-Klimagipfel in Warschau fand während dieser größten Katastrophe statt. Obwohl der Vertreter der Philippinen Entscheidungen zur Eindämmung der Erderwärmung forderte, verlief auch diese Konferenz wieder ohne Ergebnisse. 

Durch die zunehmende Erwärmung der Erde steigt auch der Meeresspiegel schneller als nach den bisherigen Voraussagen. Das Eis am Nord- und Südpol und in den Hochgebirgen schmilzt schneller und erhöht den Meeresspiegel. Infolge der wärmeren Meeresströmungen werden in Südgrönland höhere Temperaturen gemessen als in Deutschland. In der Arktis hat die Menge des Meereises seit 1983 schon um 40 Prozent abgenommen. Die Deiche an der Nordseeküste müssten nach Ansicht der Klimaforscher auch wegen der zunehmenden Stürme und der höheren Wellen erheblich verstärkt und erhöht werden.

Das Treibhausgas Kohlendioxyd erwärmt nicht nur die Atmosphäre. Ein Viertel des ausgestoßenen Kohlendioxyds haben auch die Ozeane aufgenommen. Der Säuregehalt der Ozeane stieg dadurch seit der Industrialisierung um 26 Prozent. Solch eine schnelle Erhöhung des Säuregehaltes der Ozeane hat es in den vergangenen 300 Millionen Jahren der Erdgeschichte noch nie gegeben. Die Nahrungskette der Ozeane verändert sich vor allem in den tropischen Gewässern. Algen, Muscheln und andere Schalentiere sterben. Das Wachstum der Korallenriffe verlangsamt sich. Durch die Erwärmung der Meere um einen halben Grad in den letzten 50 Jahren haben sich auch die Tornados und Stürme verstärkt und vermehrt. 

Die Ozeane haben keinen selbstreinigenden Abfluss. Die Abfälle unserer Wegwerfge-sellschaft landen aus Flüssen und Seen in die Ozeane. Sie sind die Endstation der globalen Umweltverschmutzungen.  Geschätzte 20 000 Tonnen Plastikabfälle gelangen jährlich in die Nordsee. Durch diesen Müll ersticken und verhungern Meeressäuger und Seevögel, weil der Müll mit der Nahrungsaufnahme in ihre Mägen grlangt. Das ökologische Gleichgewicht der Weltmeere wird gefährdet.

Trotz der Energiewende ist Deutschland immer noch Europas größter Kohleverstromer. Die Bundesrepublik verfeuert mehr dieses schädlichen Brennstoffs als das Kohleland Polen. Die Abgase der 67 größten Braun- und Steinkohlekraftwerke bilden in der Luft Feinstaub, der Atemwegs- und Herzerkrankungen verursacht. An den Immissionen der Kohlekraftwerke sterben nach einer Studie der Universität Stuttgart jährlich 300 Menschen. Trotzdem werden neue Kraftwerke gebaut und geplant. Es lohnt sich für die Energieerzeuger. Sie bekommen von den Steuerzahlern noch Rabatte für mehr Kohlestrom. Einige Unternehmen lassen zum Jahresende die Maschinen auf vollen Touren laufen, um noch höhere Rabatgrenzen zu erreichen. Vernünftiger wäre es, wenn die Braun- und Steinkohlekraftwerke für die Umwelt- und Gesundheitsschäden Schadenersatz leisten müssten. Dann würden die umweltfreundlichen alternativen Energieerzeuger konkurrenzfähig werden. Für solche vernünftigen Regelungen brauchen wir Weltgesetze in einem demokratischen Weltstaat. 

Mehr Umweltzerstörungen entstehen auch durch ungesunde Ernährung der Menschen. Für den Fleischhunger der Weltbevölkerung müssen jährlich 56 Milliarden Tiere sterben. Die Meeresbewohner sind in dieser Zahl nicht enthalten. Für die Haltung der Nutztiere werden weltweit 80 Prozent der Weide- und Ackerflächen gebraucht. Es wäre sinnvoller, diese Flächen für den Getreideanbau zu nutzen und damit den Hunger der Weltbevölkerung zu stillen. Die Nutztierhaltung verursacht 18 Prozent der CO2-Emmissionen. Wälder werden abgeholzt und in Weideflächen umgewandelt. Dadurch wird Kohlendioxyd freigesetzt. Bei der Stickstoffdüngung für Futtermittel  entsteht das schädliche Lachgas. Die Rinder stoßen das Treibhausgas Methan aus. Methan schädigt die Umwelt 25 mal mehr als Kohlendioxyd. In der industrialisierten Landwirtschaft kommen nur wenig hoch produktive Zuchtrassen zum Einsatz. Ein Fünftel der Nutztiere ist dadurch vom Aussterben bedroht. Monokulturen für Futtermittel mit hohem Pestizideinsatz beeinträchtigen auch die Qualität der Ackerflächen. Sojafelder verkleinern den amerikanischen Regenwald und verringern die Anbauflächen der Kleinbauern. Diese Nachteile für die Umwelt entstehen alle durch zu viel Fleischkonsum. Wer kein Fleisch ist, verringert die Umweltzerstörungen um geschätzte 50 Prozent. Er verlängert auch seinen Lebenslauf und leidet weniger an Krankheiten. Vegetarier leben gesünder und länger. In Deutschland hat sich der Fleischkonsum seit 1950 verdoppelt. Durchschnittlich ist jeder Deutsche 61 Kilogramm Fleisch. Das verursacht Übergewicht, Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen. Die internationale Krebsforschungsorganisation empfiehlt, maximal nur 25 Kilogramm Fleisch im Jahr zu essen. Wenn dieser Vorschlag Beachtung fände, dann könnte auch die Umweltzerstörung durch die Fleischesser um mehr als die Hälfte verringert werden. Die Agrarindustrie hat den Fleischkonsum so billigt gemacht, dass die Menschen sich lieber mit Fleisch als mit gesunden Nahrungsmitteln ernähren. Höhere Steuern wie bei Rauchwaren und Alkohol könnte den Fleischkonsum auf durchschnittlich 25 Kilogramm pro Person im Jahr verringern. Für solche vernünftigen Regelungen fehlt den Politikern der Mut.

Obwohl extreme Hitzewellen, Tornados, zu viel Niederschläge und Überschwemmungen immer größere Schäden verursachen, fordern Politiker noch mehr die Umwelt  zerstörendes Wirtschaftswachstum. Mit geringen Zinsen soll der Konsum in unserer Wegwerfgesellschaft vermehrt werden. Die Europäische Zentralbank hat im vergangenen Monat für mehr Wirtschaftswachstum den Leitzins auf nur 0,25 Prozent gesenkt. Niedrige Zinsen für Kredite erhöhen den Konsum und verführen zu noch mehr Staatsverschuldung. Die nächste  Finanzkrise auf Kosten der Sparer und Steuerzahler ist eingeleitet. Es entsteht wieder eine gigantische Umverteilung zwischen den Superreichen und der die meisten Steuern zahlenden Mittelschicht. In der letzten Finanzkrise stieg das Vermögen der Milliardäre seit 2009 in nur 4 Jahren von 3,1 Billionen Dollar auf 6,5 Billionen Dollar. Es gibt jetzt 60 Prozent mehr Superreiche auf der Welt. Die Folgen der letzten Finanzkrise sind noch lange nicht bewältigt. Die Steuerzahler der Bundesrepublik haften mit 86 Milliarden € für bisher ausgezahlte Hilfskredite aus dem ersten Rettungsfonds an Krisenländer der Euro-Zone. Die Haftungsobergrenze Deutschlands für Hilfen des EFSF-Fonds beträgt 211 Milliarden €. Beim dauerhaften Fonds des ESM haftet Deutschland nach Berechnungen des Bundes-finanzministeriums maximal mit 190 Milliarden €. Die Krisenländer der EU geben das meiste Geld des Rettungsfonds weiter für Zinsen und Tilgung ihrer Schulden an Banken. Es wäre erheblich billiger gewesen, die Banken insolvent werden zu lassen und mit einem Hilfsfonds die durch Insolvenz der Banken arm gewordenen Personen zu entschädigen. Mit diesem Verfahren hätten sich auch die Umweltschäden durch weniger Wirtschaftswachstum verringert. Der Hilfsfonds hätte aus den Spekulationsgewinnen der Milliardäre in den  letzten 4 Jahren gebildet werden können. Mit den Spekulations-gewinnen wäre auch den Krisenländern der EU geholfen worden. Ihre Schulden hätten sich erheblich verringert. Eine solide Haushaltsführung wie bei privaten Unternehmen wäre möglich geworden. Mit billig gewordenen Löhnen würden Investitionen wieder eine wirtschaftliche Erholung ermöglichen. Solche vernünftigen Regelungen könnten durch globale Weltgesetze geschaffen werden. Mit Rettungsschirmen der EU und nationalstaatlichen Zuständigkeiten  für globale Probleme werden die Milliardäre auch künftig immer reicher werden und der fleißig arbeitende Mittelstand wird ärmer werden.

Im zu Ende gehenden Jahr 2013 ist die Erdatmosphäre wieder mehr als im Vorjahr mit Treibhausgasen verschmutzt worden. Es hat wieder mehr Klimakatastrophen durch extreme Hitzetage, Flächenbrände, Tornados, Starkregen, Überschwemmungen und Sturmfluten gegeben.  Die dadurch entstanden Schäden sind höher als im Jahr 2012. Das ist jedoch erst die Folge der durch Immissionen entstandenen Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 0,7 Grad Celsius. Der Weltklimarat sagt voraus, das sich die Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts auf 5 Grad erhöhen wird, wenn die Immissionen nicht extrem verringert werden. In den dann eintretenden Klimakatastrophen werden die Menschen unserer Erde wahrscheinlich nicht mehr leben können. Die Politiker der Nationalstaaten werden die globalen Probleme auch künftig nicht mit völkerrechtlichen Verträgen lösen können. Wir brauchen darum für das Überleben der Menschen einen demokratischen Weltstaat mit begrenzter Zuständigkeit für Friedenssicherung und Umwelterhaltung. 

Der Vorstand hat sich auch in diesem Jahr bemüht, unsere Satzungsziele weltweit bekannt zu machen. Über 300 Exemplare des Weltstaatsbuches in englischer Sprache „World State, World Citizenship“ wurden an Universitätsbibliotheken der Länder USA, England, Irland, Australien und Indien versandt. Wir hoffen, dass Studenten in Prüfungsarbeiten und Dissertationen über die Themen Friedenssicherung und Umwelterhaltung unsere Satzungsziele zitieren und die Weltstaatsidee dann auch bei den Professoren der Universitäten bekannt wird. Von den ausländischen Bibliotheken haben wir mehr Dankesschreiben bekommen als von den 280 deutschen Empfängern des Weltstaatsbuches in deutscher Sprache. Wir danken unserem Mitglied Dr. Inge von Sydow für die Übersetzung des drei Seiten langen Anschreibens in englischer Sprache zur Versendung der Weltstaatsbücher. Die deutschen Landes- und Kreisverbände der politischen Parteien haben auch 79 Exemplare unseres Weltstaatsbuches zugesandt bekommen. Unsere Bitte, ihre Satzungsziele mit unseren zu ergänzen, ist leider nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Es müssen wohl noch viel schlimmere Katastrophen erlebt werden, bis die Politiker zur Einsicht kommen, dass mehr für den Weltfrieden und die Umwelterhaltung getan werden muss.

In der Hoffnung, dass diese Einsicht schneller wächst, wünscht der Vorstand den Mitgliedern eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. 

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