h. Jahresbericht 2016

Jahresbericht
in der Mitgliederversammlung am 2. 12. 2016 von
Ernst Heinrichsohn

Liebe Weltbürgerinnen, liebe Weltbürger,

im Namen des Vorstandes möchte ich Sie noch einmal zu unserer heutigen Mitgliederversammlung herzlich begrüßen. In diesem Jahr haben wir wegen der davor erfolgten Kassenprüfung 2 Stunden Zeit für die Mitgliederversammlung. Bei der Kassenprüfung sind keine Fehler festgestellt worden. Der Vorstand konnte darum entlastet werden.

In diesem Jahr ist der zum Vorstand gehörende Manfred Pradel am 25. März im Alter von 80 Jahren gestorben. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Ich darf Sie nun bitten, sich zu einer Gedenkminute zu erheben. ………………….. Vielen Dank.

Nach dieser traurigen Nachricht möchte ich meinen Vortrag über die Ereignisse des Jahres fortsetzen. In diesem Jahr wurden die grausamen Kriege und Terroranschläge vermehrt fortgesetzt. Weltweit ist die Zahl der Flüchtlinge nach dem Jahresbericht des Hilfswerks der Vereinten Nationen von 59,8 Millionen auf 65,3 Millionen gestiegen. Davon sind 40,8 Millionen Binnenflüchtlinge im eigenen Land. Kolumbien hat mit 6,9 Millionen die größte Zahl der Binnenflüchtlinge, Syrien 6,6 Millionen und der Irak 4,4 Millionen.

Die Zahl der Todesopfer durch Kriege und Terroranschläge hat sich in diesem Jahr auch erhöht. Nach dem Ausbruch des Konflikts in Syrien im Jahr 2011 starben dort mehr als 300.000 Menschen. Ein Drittel der Toten waren nicht am Kampf beteiligte Zivilisten und Kinder. In Syrien kämpfen auch noch 25.000 Söldner aus mehr als 100 Ländern. Es sind gut ausgebildete Legionäre, die wegen des Geldes auch viele unschuldige Zivilisten getötet haben. Aus dem Bürgerkrieg in Syrien ist ein Stellvertreterkrieg zwischen USA und Russland geworden. Russland unterstützt mit Waffenlieferungen und Bombenabwürfen den syrischen Präsidenten Assad, die USA unterstützt die gegen Assad kämpfenden Islamisten. Truppen des Assad haben in diesem Jahr verlorene Territorien zurückerobert.

Die Terrormiliz des so genannten Islamischen Staates (IS) hat in diesem Jahr einen Teil ihres Herrschaftsgebietes im Irak und Syrien durch die Offensive der Irakischen Armee, der kurdischen Kampfeinheiten und der Luftunterstützung der von USA geführten internationalen Koalition verloren. Im nicht zurück eroberten Gebiet wurde der Völkermord des IS-Verbrecherstaates an unschuldigen Menschen wie im Vorjahr fortgesetzt. Der Zentralrat der Jesiden in Oldenburg appellierte im August dieses Jahres an den UN-Sicherheitsrat, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag mit der Verfolgung der Kriegsverbrecher an Jesiden zu beauftragen. Mehr als 10.000 Jesiden seien erschossen oder massakriert worden. 6000 Frauen und Mädchen seien vergewaltigt und versklavt worden. Der Völkermord sei noch nicht beendet. Rund 3200 Angehörige von geflohenen Jesiden befänden sich immer noch in den Händen der Terrormiliz.

Mit dem gegründeten logistischen Zentrum werden nun auch vermehrt Terroranschläge in Europa und USA organisiert und von Terroristen durchgeführt. Für diese Anschläge sind die Terroristen auch in einem IS-Trainungslager im nordafrikanischen Staat Libien ausgebildet worden. Die USA hat darum auch das IS-Trainingslager bombardiert.

Saudi-Arabien und der Iran führen seit Jahren Stellvertreterkriege. Sie unterstützen die schlimmsten Terrororganisationen. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Islam Staatsreligion. Von dort erhält der sunnitsche IS-Verbrecherstaat finanzielle Unterstützung. Im Iran herrscht der schiitische Klerus und gewährt dem syrischen Präsidenten Assad, den schiitischen Huthi-Rebellen, die in Jemen gegen die Zentralregierung kämpfen, und der libanesischen Schiiten-Miliz finanzielle Unterstützung. Die Länder Saudi-Arabien und Iran sind Theokraten und legitimieren ihr Staatswesen islamisch religiös. Die Industriestaaten verkaufen ihnen die Waffen für die grausamen Stellvertreterkriege und machen sich selbst schuldig am Elend der betroffenen Bevölkerung. Waffenlieferungen sollten auch wegen der grausamen Strafen der Scharia verboten werden. In Sadi-Arabien riskieren Frauen Auspeitschungen, wenn sie Auto fahren. 100 Peitschenhiebe können tödlich enden. Diebe werden zur Amputation einer Hand verurteilt. In Wiederholungsfällen kann sogar eine Hand und ein Bein amputiert werden. Kritiker am Regime können zum Tode verurteilt werden. Solch einem grausamen Regime haben die Industriestaaten durch Ölimporte reich und mächtig gemacht.

In der Ukraine sind die Sanktionen gegen Russland wegen des Annexion der Insel Krim und der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine wirkungslos geblieben. Das russische Bruttoinlandsprodukt sank zwar um 3,8 Prozent und die Inflation stieg um 12 Prozent. Doch der Diktator Putin ist trotz dieser Nachteile bei der russischen Bevölkerung eher beliebter geworden. Das im vergangenen Jahr in Minsk abgeschlossene Abkommen hat keinen Frieden gebracht. Die Zahle der Toten bei Gefechten in der Ostukraine ist sogar gestiegen. Nach der Annexion der Krim und der Unterstützung prorussischer Separatisten fühlen sich auch die osteuropäischen Staaten Polen, Littauen, Lettland und Estland von Russland bedroht. Die Nato will darum etwa 1000 Nato Soldaten in diese Länder stationieren. Die Bundeswehr wird eines der vier Nato Bataillione anführen, die im Baltikum und Polen stationiert werden.

Nach der Annexion der Insel Krim fordert die USA von Deutschland mehr Verteidigungsbereitschaft in der Nato. Deutschland hatte nach der Wiedervereinigung die Zahl der Soldaten von 600.000 auf 177.000 verringert. Nun will die Bundesregierung den Verteidigungsetat von jährlich 34,3 Milliarden € um 6 Milliarden und die Soldaten um 7000 erhöhen. Die Verteidigungsministerin von der Leyen beabsichtigt, in den nächsten 15 Jahren 130 Milliarden € mehr für die Bundeswehr auszugeben. Es sollen 268 Kampf-, Transport- und Spähpanzer, 59 Transporthubschrauber und 6 Marine- Hubschrauber mehr gekauft werden.

Dies Vorhaben ist eine verantwortungslose Aufrüstungspolitik im Atomwaffenzeitalter. Die Nato ist militärisch 4 mal stärker als Russlands Nationalarmee. Es besteht nicht die geringste Notwendigkeit, die Nato noch stärker zu machen. Das 4 mal schwächere Russland wird es nicht wagen, die zur Nato gehörenden osteuropäischen Staaten Polen, Littauen, Lettland und Estland anzugreifen. Es wäre vernünftiger gewesen, die Abrüstung fortzusetzen. Dann hätte Putin keinen Grund gehabt, auch mehr aufzurüsten. Russland fühlt sich nicht nur durch die Aufrüstung der Europäer, sondern auch durch das auf Betreiben der USA beschlossene Raketenabwehrsystem bedroht. Die erste Stellung des so genannten Raketenschildes ist in diesem Jahr in Rumänien einsatzfähig geworden.

Im vergangenen Monat wurde Donald Tramp zum Präsidenten der USA gewählt. Nach seinen Ankündigungen im Wahlkampf soll die Kriegspolitik auf Kosten der USA beendet werden. Die deutsche Regierung könnte nun den Abzug der USA Besatzungstruppen und die Gründung eines demokratischen Weltstaates mit begrenzter Zuständigkeit für Friedenssicherung und Umwelterhaltung anstreben. Nach zwei Weltkriegen hat Deutschland ein Viertel von mit deutscher Bevölkerung bewohntes Land verloren und ist nun von friedlichen Nachbarstaaten umgeben, die nicht mehr an weiterem Landraub interessiert sind. Die Bundeswehr sollte nun um die Hälfte verkleinert werden und den Namen Weltpolizei bekommen. Das wäre ein mutiger Schritt zur Bildung von Weltbürgerbewusstsein für eine künftige staatliche Weltgemeinschaft. Deutschland würde Wegweiser des Friedens werden und viele Milliarden sinnlose Rüstungsausgaben einsparen. Die Medien würden diesen außergewöhnlichen Verzicht auf Macht weltweit bekannt machen und andere Staaten zum Nachahmen beeinflussen. Unser Weltstaatsbuch enthält den Verfassungsentwurf für solch einen demokratischen Weltstaat.

In der Türkei wurden nach dem Putschversuch im Juli dieses Jahres mehr als 36.000 Verdächtige in Untersuchungshaft gesperrt. Die Gefängnisse wurden so voll, dass gewöhnliche Straftäter entlassen werden mussten. Unter den Verdächtigen waren etwa 10.000 Militärangehörige, 178 Generäle, 1600 Richter und Staatsanwälte, 100 Journalisten und auch solche Regierungskritiker, die erklärte Gegner des Putsches waren. Mehr als 160 Medien und Verlage wurden geschlossen. Die noch verbliebenen Medien vertreten nun die Regierungspolitik. Der moslemische Präsident Erdogan will in der Türkei auch wieder die Todesstrafe einführen. In der Hauptstadt Bagdad sterben fast täglich unschuldige Menschen durch Terroranschläge. Nach diesen Veränderungen sind die Grundlagen eines demokratischen Rechtsstaates außer Kraft gesetzt.

In Afghanistan gab es nach dem Ende des Kampfes der Nato gegen die Taliban in diesem Jahr wieder zahlreiche Terror- und Selbstmordanschläge mit vielen unschuldigen Todesopfer. Die Hauptstadt Kabul war am meisten von diesen Anschlägen betroffen. Der 13 Jahre lange Kampf der Nato gegen die radikalislamistischen Kämpfer der Taliban hat der Bevölkerung keinen Frieden gebracht. Deutschland sollte nun auch die noch zur Ausbildung der afghanischen Armee in Afghanistan gebliebenen Soldaten abziehen.

In Kolumbien dauert der Bürgerkrieg schon mehr als 30 Jahre und hat fast 200.000 Tote verursacht. Die Rebellengruppen versuchten zu erreichen, dass die konservative Oligarchie sich die Macht mit ihnen teilt. Das ist nicht gelungen. Es wurden 5 Millionen Menschen von rechtsextremen Melizen im Dienst wohlhabender Viehhändler, Farmer, Geschäftsleute und Drogenhändler von ihrem Wohnsitz vertrieben. Mehrere Friedensinitiativen scheiterten. Auch das Abkommen vom September dieses Jahres fand in einer Volksabstimmung keine Zustimmung.

Vor 5 Jahren endete in Tunesien die erste arabische Diktatur. Der Übergang zur Demokratie ist trotz vieler Rückschläge gelungen. Doch die Wirtschaft funktioniert nicht und nach 2 Terroranschlägen gegen Urlauber fehlt die wichtigste Einnahmequelle. Ziel der meisten Bewohner ist die Flucht nach Europa. In Libyen und im Jemen nehmen die blutigen Konflikte kein Ende. In Ägypten ist die Herrschaft des Militär autoritärer als die des früheren Präsidenten Mubarak. Im Golfstaat Barain kontrollieren Terrorgruppen wie der IS und Al-Kaida große Teile des Landes. In fast allen arabischen Staaten ist die Hälfte der Bevölkerung jünger als 30 Jahre. Die Hoffnung auf Freiheit, Wohlstand und bessere Zeiten ist im Nahen Osten und Nordafrika in den vergangen 5 Jahren nicht in in Erfüllung gegangen.

Infolge der Kriegspolitik des Weltpolizisten USA und der dadurch verursachten Destabilisierung der betroffenen Länder erhöhte sich in den vergangenen Jahren ständig die Zahl der Toten und Vertriebenen. Weitgehend unkontrolliert erhöhte sich auch die Einreise von Flüchtlingen nach Deutschland im Jahr 2015 um mehr als eine Million. Die von der CSU geforderte Obergrenze von nur 200.000 Flüchtlingen im Jahr lehnte die CDU ab.

Der moslemische Verbrecherstaat IS nutzte die fehlenden Grenzkontrollen zum Einschleusen ausgebildeter Terroristen. Nach den Ermittlungen der Sicherungsbehörden befinden sich nun in Deutschland mehr als 43.000 Menschen der islamischen Szene. Von ihnen gehören etwa 1000 zum islamistischen terroristischen Zentrum und 500 sind Gefährder, die Terroranschläge begehen können. Durch die derzeitige Zurückeroberung des Herrschaftsgebiets der IS-Miliz steigt die Terrorgefahr in Deutschland. Es könnte noch eine große Rückreisewelle angeblicher Asylanten aus dem Irak und Syrien geben, die dort Terroristen waren. Nachdem die unkontrollierte Einreise beendet und das Asylrecht von der Bundesregierung erschwert wurde, kamen in diesem Jahr erheblich weniger Flüchtlinge nach Deutschland.

Die gemeinsame Unterbringung der geflüchteten Muslimen und Christen in Flüchtlingsheimen führte zu Schikanen der radikalen Muslimen. Christen wurden geschlagen, gedemütigt, bespuckt und gezwungen, an muslimischen Gebeten teilzunehmen. Auch sexuelle Übergriffe und sogar Todesdrohungen waren keine Seltenheit. Warum hat man Muslimen und Christen nicht in getrennten Flüchtlingslagern untergebracht? Die Religionszugehörigkeit hätte doch schon bei der Aufnahme in die Unterkünfte festgestellt werden können.

Im Juli dieses Jahres hat ein 18-jähriger Deutsch-Iraner vor einem Einkaufszentrum in München 3 Menschen erschossen und bei seinem Amoklauf 35 Menschen verletzt. Danach erschoss er sich selbst. Mit einem Bombenanschlag in Ansbach sprengte sich ein Attentäter selbst in die Luft und verletzte dabei 15 Menschen. In Würzburg hatte ein Terrorist seinen Anschlag zeitgleich im IS-Sprachrrohr veröffentlichen lassen. Ein Reutlinger Attentäter konnte von der Polizei festgenommen werden. Alle 4 Attentate ereigneten sich in einer Woche. In Schleswig-Holstein wurden drei 17, 18 und 26 Jahre alte Männer im Juni dieses Jahres Festgenommen. Der IS hatte ihnen falsche Pässe, einen Stapel US-Dollat sowie Handys gegeben und sie getarnt als Flüchtlinge nach Deutschland geschickt. Sie sollten einen Anschlag in der Düsseldorfer Altstadt organisieren und dann auf weitere Aufträge warten.

Auch in anderen europäischen Ländern und in den USA wurden ausgebildete Terroristen vom IS eingeschleust. In Brüssel starben 34 Menschen durch Bombenanschläge auf dem Flughafen und in der U-Bahn. Über 200 Menschen wurden verwundet. In Paris veröffentlichte ein Attentäter die Tötung von 2 Polizisten. Die IS-Miliz hatte ihm eine Liste mit weiteren Zielen gegeben. Nach dem Blutbad in Nizza töteten 2 Attentäter einen 84-järigen Priester in einer französischen Kirche.

Der IS hat auch in diesem Jahr in Moscheen und Flüchtlingsheimen für Ausbildung zu Islamisten geworben. Mehr als 340 Werbefälle sind dem Verfassungsschutz bekannt geworden. Die Bundesregierung hat nun endlich vor 2 Wochen einen moslemischen Verein mit dem Namen “Die wahre Religion” verboten. Die Polizei konnte danach in 10 Bundesländern Fahndungsaktionen durchführen, das Vermögen des Vereins, Werbematerial und Koranbücher beschlagnahmen und den Chefidiologen verhaften.

Die Gefahr der Vernichtung aller Menschen der Erde und der meisten anderen tierischen und pflanzlichen Lebewesen durch einen Krieg mit Atomwaffen ist auch in diesem Jahr nicht geringer geworden. Die Nationalstaaten USA, Russland, Großbritanien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea haben insgesamt 15.000 Atomspreng-köpfe. Die abgewählte Regierung der USA hatte beschlossen, 348 Milliarden Dollar für die Modernisierung der Atomwaffen auszugeben. Das ist eine verantwortungslose Kriegspolitik in einer Zeit, in der auf unserer Erde zig Millionen Menschen jährlich verhungern. Indien und Pakistan erhalten von Deutschland Entwicklungshilfe während ihre Regierungen viele Milliarden Dollar für Atomwaffenrüstung ausgeben. Solche Politiker haben kein Gefühl mehr für arme hungernde Menschen.

In diesem Jahr sind die Superreichen auch wieder noch reicher geworden. Nach eine Studie der Hilfsorganisation Oxfarm besitzen die 62 reichsten Menschen der Erde so viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, deren Vermögen um eine Billion gesunken ist. Die Nationalstaaten konnten nicht verhindern, dass die Superreichen in Steueroasen durch anhaltende Verschiebungen von Vermögen und Kapitalgewinne in Billionenhöhen Steuerhinterziehungen gemacht haben. Für dies globale Problem brauchen wir auch Weltgesetze in einem demokratischen Weltstaat mit begrenzter Zuständigkeit für Friedenssicherung und Umwelterhaltung.

Mit nationalem Egoismus können globale Probleme nicht vernünftig gelöst werden. Der Austritt von Großbritanien aus der Europäischen Union (EU) zum eigenen Nachteil und zum Schaden der übrigen Mitgliedsstaaten ist das Ergebnis dieser Denkweise. Die Politiker der EU haben in ihren bisherigen Entscheidungen zu wenig darauf geachtet, was die Mehrheit der europäischen Bevölkerung für richtig hält. Man darf nicht Zuständigkeiten in Bereichen beanspruchen, wo Nationalstaaten und Kommunen durch ihre Ortskenntnisse bessere Entscheidungen treffen können. Das Ansehen der EU bei der Bevölkerung wäre weniger tief gesunken, wenn die Abrüstungs- und Umweltpolitik eine größere Rolle gespielt hätte. Nach dem Verlust eines wichtigen Mitgliedes sollte die EU dem Europäischen Parlament mehr Zuständigkeiten geben und die Einstimmigkeit der Mitgliedstaaten in eine 2/3 oder 3/4 Mehrheit ändern. Der nationale Egoismus könnte dann nicht mehr vernünftige Entscheidungen verhindern.

Im Dezember 2015 einigten sich die Teilnehmer der Weltklimakonferenz in Paris, die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen. Vor einer Woche endete die Weltklima-konferenz in Marakesch mit dem gleichen Ziel. Es wurden jedoch nur Absichtserklärungen vereinbart. Was ist nach 20 Jahren internationalen Klimakonferenzen erreicht worden? Keine wirksame Umwelterhaltung! Die Umweltzerstörungen und Schäden durch Tornados, Hagel, Starkregen, Schneefälle, Hitzewellen und Trockenheit haben in jedem Jahr deutlich zugenommen. Dieselfahrzeuge wurden von VW manipuliert und konnten unerlaubt hohe Mengen Stickoxyde ausstoßen. Die Weltmeere, Seen und Flüsse wurden immer mehr mit Plastikmüll und anderen Schadstoffen verunreinigt.

Nach den Ermittlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich 7 Millionen Menschen an den Folgen der übermäßigen Luftverschmutzungen durch Öl, Gas und Kohle. Statt den Verbrauch dieser Brennstoffe so hoch zu verteuern, dass sich der Verbrauch nicht mehr lohnt, wurde der Verbrauch mit 7 Milliarden € subsumiert. Die Folgen waren mehr umweltschädliches Wirtschaftswachstum und mehr Luftverschmutzung durch Billigreisen. Die Subventionen hätte für Ökostrom aus Solaranlagen, emissionsfreie Automobilität mit Brennstoffzellen, Wind- und Wasserkraftwerken ausgegeben werden sollen. Dann wäre die Luft nicht Tag für Tag mit Tausende Tonnen giftige Stickoxyde und jährlich mit 7 Tonnen Quecksilber verunreinigt worden.

Im weltweiten Vergleich hat sich die Erderwärmung in Deutschland seit 1881 besonders stark um 1,4 Grad erhöht. International liegt die Erhöhung nur etwas unter einem Grad. Der Anstieg von Naturkatastrophen erhöhte sich in der Zeit von 1970 bis zur Gegenwart von 10 auf 30 Katastrophen jährlich. Eine weitere Erhöhung der Durchschnittstemperatur um einen Grad würde nach den Voraussagen der Klimaforscher enorme Auswirkungen auf Niederschläge und Abschmelzen des Polareises haben. Mit Subventionen hat die deutsche Regierung für die Atomkraft Hunderte Milliarden € verschwendet. Für den Abbau der Kraftwerke und die Endlagerung des Urans werden viele weitere Milliarden € zu Lasten der Steuerzahler entstehen. Hätten die Politiker die Subventionen für umweltfreundliche Energien ausgegeben, dann gäbe es nicht die jetzigen Klimaprobleme. Die Luft in den Städten wird immer schmutziger. In Europa sterben jährlich mehr als 100.000 Menschen an giftigen Treibhausgasen.

In Portugal, Spanien, Frankreich und Kanada wurden in diesem Jahr große Sauerstoff spendende Waldflächen durch nicht mehr löschbare Brände vernichtet. Infolge der gestiegenen Temperaturen am Äquator gab es im Herbst dieses Jahres in Indonesien monatelang tausende Waldbrände. Mehr als 100.000 Menschen sterben dort jährlich an den Folgen der Luftverschmutzungen durch Waldbrände. Seit 1990 verringert sich die Waldfläche um 31 Millionen Hektar. Das ist die Größe der Fläche Deutschlands. Für Palmölplantagen werden auch noch die Flächen gerodet, wo die letzten Orang Utans leben. Die Industriestaaten kaufen große Mengen Pflanzenfett der Palmölplantagen zur Produktion von Kekse, Schokokreme, Tiefkühlpizza, Zahnpasta und Waschmittel. Wir verursachen dadurch auch das Aussterben unseren nächsten tierischen Verwandten.

Die Regierungen der Nationalstaaten haben in diesem Jahr auch fast nichts zur Verringerung der Bevölkerungsexplosion in den Entwicklungsländern getan. In Afrika werden so viel Kinder geboren, dass die Bevölkerung in 40 Jahren von derzeit einer Milliarde auf 2 Milliarden wachsen kann. Schon jetzt ist Afrika so übervölkert, dass zig Tausende Menschen mit Schiffen krimineller Schlepper über das Mittelmeer nach Italien flüchten. Mehr als 4200 Menschen sind auf den überfüllten alten seeuntauglichen Schiffen schon ertrunken. Der Auswanderungsdruck kann so groß werden, dass Europa sich einmauern wird. Infolge des Klimawandels ist es in der Äquatorgegend schon jetzt zu heiss für Ackerbau und Viehzucht. Wenn die Temperaturen noch mehr steigen, werden zig Millionen Menschen ihre Heimat verlieren und Umweltflüchtlinge werden.

Nach einem Pilotprojekt der Vereinten Nationen könnte die Bevölkerungsexplosion mit finanzieller Hilfe der Industriestaaten beendet werden. In China versprachen die Vereinten Nationen Ehepaaren eine kleine Altersrente, wenn sie keine oder nur ein Kind hätten. Es wurden dann nur so wenig Kinder geboren, dass es nicht mehr Kinder als Sterbefälle gab. Die Industriestaaten lehnten jedoch diese Möglichkeit der Beendigung der Bevölkerungsexplosion auf diese humane Weise ab. Es hätte ihnen weniger Geld gekostet als die derzeitigen beschlossenen Aufrüstungskosten der Nato.

Die Ereignisse des Jahres haben wieder gezeigt, dass die 195 Nationalstaaten unserer Erde die globalen Probleme mit völkerrechtlichen Verträgen nicht lösen können. Ohne Weltgesetze in einem demokratischen Weltstaat mit begrenzter Zuständigkeit für Friedenssicherung und Umwelterhaltung werden die Menschen unserer Erde nicht vor ihrem selbstverschuldeten Untergang gerettet werden können. Wir haben uns auch in diesem Jahr für das Überleben der Menschen in langen erdgeschichtlichen Zeiträumen bemüht. Trotz vieler Enttäuschungen über falsche Entscheidungen der Politiker dürfen wir die Hoffnung auf Erreichung unseres langfristigen Zieles nicht aufgeben. Mit der Gründung der Weltbürgerstiftung e.V. ab 1. 1. 2016 ist die Finanzierung der Werbung bis zur Gründung eines demokratischen Weltstaates gesichert.

Wir danken unserem Mitglied Dr. Inga von Sydow für die englische Übersetzung der Gratulation des gewählten USA Präsidenten Donald Trump. Im Gratulationsschreiben und der Zusendung unseres Weltstaatsbuches in englischer Sprache haben wir dem Präsidenten vorgeschlagen, einen demokratischen Weltstaat mit begrenzter Zuständigkeit für Frieden und Umwelterhaltung anzustreben.

Unseren Mitgliedern wünschen wir eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches gesundes neues Jahr.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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